Irgendwann hat sie jeder schon gesehen.

Irgendwann hat sie jeder schon gesehen.

Sie stehen auf Straßen und Plätzen um aus einem bestimmten Grund aufzufallen und das nun schon seit über 150 Jahren. Immer noch genauso beliebt und notwendig wie damals.

Litfaßsäulen.

Einst in Berlin von Ernst Amandus Theodor Litfaß erfunden. Am 11. Februar 1816 in Berlin geboren.

Wurde Buchhändler und später war er selbständiger Buchdrucker. Um der umsichgreifenden Wildplakatierung etwas entgegenzusetzen, schlug er dem damaligen Berliner Polizeipräsidenten vor, sogenannte „Annonciersäulen“ aufzustellen. Heute können wir nicht übersehen, dass es ihm gelang mit seinen Argumenten eine bis heute erfolgreiche Werbeplattform zu schaffen, die weit über Berlin hinaus in der ganzen Welt zu finden ist.

Heute sagt man Kult, wenn so ein altes Ding immer noch vor Popularität strotzt.

 

1855 standen die ersten 100 Litfaßsäulen auf Berlins Strassen. 50 weitere, 10 Jahre später. Schon beim Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 ließ man Bekanntmachungen auf seinen Säulen platzieren.

Dort wo die 1. „Annonciersäule“ stand, steht heute ein Denkmal für Litfaß, als Säule in der Münzstraße in der Nähe vom „Alex“.

Seine Erfindung machte ihn reich, sehr reich. Er hatte sich sehr früh das Alleinrecht für die gesamte Plakatierung in Berlin gesichert.

Er war königstreu, wohltätig und bekam Orden und Titel. Seine Wohltätigkeit bestand u.a. darin, dass er den verwundeten Soldaten und Angehörigen über Wohltätigkeitsveranstaltungen Spenden zu kommen ließ. Die Ersten, die zurückkamen, kamen aus Dänemark 1864. Vom Deutsch-Dänischen Krieg kamen über 2500 Deutsche nicht nach Hause und viele Verwundete mussten in der Heimat angekommen, versorgt werden.

Eine Litfaßsäule hat bestimmte Ausmaße, die ihr alle kennt, nicht zu übersehen im Stadtbild. Außen mit effektiver Wirkungskraft und jetzt kommt’s, auch  innen k werden diese Säulen genutzt . Kabel für den Telefondienst oder  Stromverteilungskästen, Transformatoren sind dort untergebracht. Manche benutzt man auch mit Eingangstüren als Zugang zu unterirdischen Installationen. Zeitungskioske können dort untergebracht sein. Wen ich mich richtig erinnere hatten einige an besonders verkehrsreichen Stellen sogar weithin sichtbar beleuchtete Uhren auf dem Dach der Säulen montiert.  Heute gibt es sogar Säulen mit einer Toilette im Inneren, mitten im Stadtbild.

In Deutschland alleine gibt es insgesamt über 60.000 Stück, davon werden ca. 50.000 Litfaßsäulen für Werbung benutzt.

Man kann sagen es gibt keine 2. Person, die so viele„Denkmäler“ hat wie dieser Herr Litfaß, fast an jeder Straßenecke besteht die Möglichkeit an ihn zu „denken“. Denk mal darüber nach.

Heute gibt es auch eine moderne digitale Ausgabe der Säulenform. Hier dreht sich die Werbung. Man spart sich den Weg um die Säule herum.  Als Kinder hatten wir Riesenspaß  um die Säule zu rennen und Fangen zu spielen. Die Litfaßsäule hat für jeden etwas!

Liebe Grüße Fritz

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